Projektkurs in Lingen

Das vergangene Wochenende war absolut schön. Und zwar aus den unterschiedlichsten Gründen ;o)

Ich habe einen Kurs in Lingen gegeben, und da freute ich mich seit langem drauf. Wir wollten in einem alten Bauernhofcafe nähen, und irgendwie konnte ich mir so gar nichts konkretes darunter vorstellen. Da ich selber nicht gut fotografieren kann, fehlt mir bei anderen eher mittelmäßigen Bildern (entschuldige, Sabine ;o)))   ) die komplette Vorstellungskraft – und dann bleibt ein Foto ja immer nur ein Foto.

Die angemeldeten Teilnehmer waren nur 4 Damen, also ein eher seeehr kleiner Kurs, gemessen daran, dass ich sonst auch mal 7 in einen Kurs nehme. Andererseits mache ich sonst auch nur Technik-Schulungen, bei denen die Teilnehmer immer nur Nähproben machen – sich quasi ihr eigenes Musterbuch erstellen – , und dieses Mal hatte jeder Teilnehmer ein zugeschnittenes Projekt mitgebracht.

Der Hof ist der Wahnsinn. Ich lasse jetzt mal meine Assoziationen hier an dieser Stelle weg, wozu das Gelände einstmals genutzt wurde ;o) aber die Nähraum ist riesig, mit Kamin, jeder hatte seinen eigenen Tisch, seinen eingenen „Ausbreitungsraum“, direkt mit angeschlossener Küche, Terrasse davor, das ganze nicht einsehbar….. hach ;o))))

Der nette Raum war also EIN Grund, warum mir das WE so gut gefiel.

Sabine_Oehm_Lingen

Ein anderer waren die Teilnehmer. 4 sehr unterschiedliche Damen, aber in der Konstellation absolut harmonisch und nett. Am meisten hat mich eine fasziniert, die mit deutlich mehr Kindern als der deutsche Durschnitt nebenher noch studiert UND Zeit findet, sich mit einer tollen Maschine zu befassen und lernen zu wollen. Große Liebe geheiratet, mit 16 kennen gelernt, und jetzt, viele Jahre später, immer noch zusammen. Bei sowas könnte ich ja anfangen zu weinen….  Beneidenswert (aber ich gönne es ihr von Herzen)….

Und dann hab ich mich sehr über die Fortschritte gefreut, die alle an diesem WE gemacht haben. Als ich Samstag morgen sagte, dass sie bitte ihre Einfädelanleitungen in den Taschen lassen sollten, sah ich in ungläubig bis erstaunte, und ja, fast schockierte Gesichter. Niemand konnte sich vorstellen, dass Wochenende ohne die Schnellanleitung „zu schaffen“.

Wir sind also im Nähchaos versunken, viele Stunden lang. Haben uns Nähte angeschaut, haben geübt, haben die Füße mit den  Nähten im Kopf verbunden, uns Schlaufen angeschaut und unterschiedliche Stoffe.

Tja, und was soll ich sagen….?! Am Sontag morgen hat jeder 3 Stunden lang an seinem Projekt die Dinge von gestern geübt, bevor wir zum Covern geschritten sind. Der Kurs hatte ja deutlich mehr Stunden, als meine Kurse sonst – die Extrastunden waren für die Projekte auch geplant – und siehe da….: ich sah keine einzelne Einfädelanleitung. Nicht mal heimlich ;o))) Zwar wurde überall überlegt, und ich konnte quasi „Gedanken sehen“ – aktives Denken war deutlich überall sichtbar ;o))) aber jeder einzelne hat seine Maschine in die Naht eingestellt bekommen, in die er sie haben wollte. Juchhuuuuu ;o))

Tina_Taphorn_Lingen  Tina_Taphorn_Lingen - Kopie

 

Was ich ja auch gerne mache, ist, am Ende des Kurses Fragen zu stellen, von denen die Teilnehmer zu Beginn des Kurses nicht mal wussten, dass es solche Fragen gibt. Ihr Lieben? Bienchen mit Sternchen ;o)))

Hat mir großen Spaß gemacht, und wir werden das definitiv wiederholen

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